Swords and Soldiers HD im Indie-Gametest

Swords and Soldiers HD

Strategiespiele haben eins gemeinsam, sie spielen eigentlich immer auf einer zwei- oder dreidimensionalen Karte. Doch das es auch anders geht und dabei noch wirklich kurzweilig zu unterhalten weiß, beweißt Swords and Soldiers HD. Dieses Indie-Game, bricht mit so einigen Traditionen, spielt sich aber trotzdem erstaunlich gut.

Doch was genau ist so besonders an diesem Spiel, mögen einige unter euch sicherlich fragen. Ist es der quietschbunte Comic-Look? Die indirekte Steuerung eurer Einheiten? (Ja, richtig gelesen, keine direkte Steuerung eurer Einheiten ist möglich) Oder doch der Umstand, dass sich eure Truppen von links nach rechts wie in alten 2D-Sidescrollern aus der Ära der 8- oder 16-Bit Spielekonsolen und -computer fortbewegen? Die Antwort, alle diese Faktoren zusammen, wäre wohl die treffendste Wahl.

Swords and Soldiers HD

Spielbeginn mit den Wikingern

Im Spiel ist es nicht möglich, eure Einheiten selbst zu steuern, stattdessen werden sie einfach ihren Aufgaben nachgehen, sobald sie gekauft wurden. Gold, welches ihr in gewohnter Manier in Bergwerken abbauen müsst, dient euch als eine von zwei Ressourcen und mit dem so gewonnenen Gold könnt ihr euch weitere Truppen leisten. Diese Einheiten bewegen sich immer von links nach rechts, bzw. von rechts nach links, bis sie auf einen Gegner treffen, den sie angreifen können. Je nachdem, um welchen Einheitentyp es sich handelt, bewegen sich eure Truppen schneller oder langsamer. Auf die richtige Kombination kommt es also an. Auf manchen Karten kann man jedoch den Weg durch das Verstellen eines Richtungspfeiles verändern, wordurch eure Truppen dann einen anderen Pfad einschlagen. Dies ist eigentlich die einzige wirklich Möglichkeit in die Bewegung eurer Truppen einzugreifen, erlaubt es aber, im richtigen Moment eingesetzt, euren Gegner zu verwirren oder einfach unkomplizierter euer Ziel zu erreichen. Das Ziel ist es nämlich, den gegnerischen Tempel zu zerstören.

Swords and Soldiers HD

Die Chinesen geraden in Bedrängnis

Doch es ist leichter gesagt, als getan, dieses Ziel zu erreichen. Hier kommt nämlich die zweite Ressource – Mana – ins Spiel. Mit Mana könnt ihr besondere Fähigkeiten aktivieren, wie z.B. mit Blitzen um euch schmeißen, die eigenen Einheiten heilen oder aber auch zu radikaleren Mitteln greifen und wie in Indiana Jones eine riesige Steinkugel über die Karte rollen zu lassen. Letztere richtet verheerende Schäden an. Leider aber nicht nur beim Feind, sondern auch bei euch. Nützlich ist diese Fähigkeit in manchen Situationen aber trotzdem. Anders als Gold, erhaltet ihr Mana automatisch. Jedoch dauert es seine Zeit, bis sich euer Vorrat an Mana erholt hat. Durch Upgrades kann diese Zeit jedoch auch verkürzt werden.

Diese Upgrades werden mit Gold erworben und erlauben euch, nach einer kurzen „Forschungsphase“ z.B. neue Einheiten einzusetzen, Verteidigungstürme aufzustellen oder lässt euch neue göttliche Fähigkeiten in Anspruch nehmen. Zu den diversen Einheitentypen gehören nebst den „Sammlern“, denen ihr euer Gold verdankt, unter anderem Nah- und Fernkämpfer, sowie Belagerungswaffen. Um euren Gegner zu bezwingen müsst ihr deshalb die Richtige Balance zwischen den von euch eingesetzten Einheiten finden und natürlich im richtigen Moment eure durch Mana finanzierten Fähigkeiten einsetzen. Nur wer die richtige Taktik einsetzt, gewinnt in diesem Spiel die Partie.

Das Spiel bietet neben der Einzelspielerkampagne auch einen Mehrspielermodus, der deutlich herausfordernder sein kann, als es eine Partie gegen die KI ist. Doch auch letztgenannte Gefechte können durchaus ihren Reiz haben. Abgerundet wird das ganze noch mit einer Reihe von freischaltbaren Herausforderungen – Prüfungen genannt, welche euer ganzes können im Umgang mit euren Truppen fordern.

Swords and Soldiers HD

Der Chinese ist besiegt!

Da die einzelnen Partien im Spiel nicht all zu lang dauern, ist es auch überhaupt kein Problem nur mal eben eine kleine Runde zu spielen. Nach 10-15 Minuten sind die meisten Partien eh vorbei, wodurch Swords an Soldiers auch gut für die kleine Portion Strategie zwischendurch geeignet ist. Schade ist eigentlich nur, die recht eingeschränkte Auswahl an Karten, die man spielen kann. Ein paar mehr würden sicherlich für Abwechslung sorgen. Doch auch so, weiß das Spiel sowohl im Einzel- als auch Mehrspielermodus zu gefallen. Es ist also auf jeden Fall mal einen Blick wert und bei einem Preis um die 10€ auch für den kleinen Geldbeutel geeignet.

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Tobias

Spielt vornehmlich Strategiespiele - egal ob Echtzeit- oder Aufbaustrategie. Macht jedoch auch vor Action- und Rollenspielen nicht halt.

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