Für die Krone! – Knights of Honor im Classic-Test

Knights of HonorMacht, Reichtum und Ansehen, das halten viele für erstrebenswert, doch erreichen werden dieses Ziel die wenigsten. Wäre ja auch zu schön, wenn alle auf einmal großen Einfluss hätten, sich alles leisten könnten, was sie wollten und niemals Rechenschaft ablegen müssten. Es ist also gut so, wie es ist.

Wer aber trotzdem gerne ein wenig Macht haben möchte, dem sei das ein oder andere Computerspiel nahegelegt. Eines dieser Spiele, bei dem es um Macht, Reichtum und Ansehen geht, möchten wir hier vorstellen. Die Rede ist von Knights of Honor, einem Strategiespiel im Mittelalter Europas.

Ihr startet mit einem Königreich eurer Wahl und müsst als Ziel der mächtigste Herrscher Europas werden. Doch seid gewarnt, ihr bekommt hier nichts geschenkt. Zum Glück für euch, habt ihr ja eure königliche Familie sowie euren hoffentlich treuen Hofstaat. Warum hoffentlich? Dazu kommen wir später.

Auswahl des Königreiches

Auswahl des Königreiches

Je nachdem, in welcher Epoche ihr eure Machtergreifung startet, sind unterschiedliche Königreiche verfügbar. Eines dieser Königreiche ist euer eigenes. Wählt also gut aus, wo und mit wem ihr starten wollt. Soll es eher ein kleines Reich sein, mit gerade mal einem Gebiet? Oder doch eher der leichtere Einstieg mit einem größeren Einflussbereich über mehrere Gebiete? Während ersteres euch zu Beginn recht stark einschränken kann, seid ihr mit einem grüßeren Reich auf der sicheren Seite.

Eure Aufgaben sind vielfältig. So müsst ihr schauen, dass euer Königreich wächst und gedeiht. Andererseits, müsst ihr auch eure bestehenden Ländereien im Blick behalten. Dort müsst ihr dafür sorgen, dass eure Burgen gut genug befestigt wurden, dass euch ausreichend Truppen zur Verfügung stehen und die Bevölkerung auf eurer Seite ist.

Der Stadtausbau

Der Stadtausbau

Genau für solche Zwecke braucht ihr euren Hofstaat. Dort könnt ihr Ritter berufen und ihnen Aufgaben zuteilen. Sei es der General, der eure Truppen in die Schlacht führt, der Kaufmann, der mit anderen Verbündeten Handel treibt oder der Priester, der dafür sorgt, dass eure Schäfchen auch weiterhin dem eigenen Glauben treu bleiben.

Während ihr mit euren Generälen sowie den ihnen zur Verfügung stehenden Truppen andere feindliche Gebiete angreifen übernehmen könnt, gibt es auch etwas hinterlistigere Methoden. Wir sprechen hier vom königlichen Spion. Diesen könnt ihr als Ritter in das Gefolge eines eurer Kontrahenten einschleusen und euch somit einen gewissen Einfluss sichern. An dieser Stelle wollen wir auf das “hoffentlich” von vorhin zurückkommen, denn nicht nur ihr verfügt über ein Netzwerk von Spionen, auch eure Gegner beherrschen die gleichen Tricks und lassen euer eigenes Gefolge unterwandern. Meist bemerkt man ihre Anwesenheit jedoch erst, wenn es zu spät ist, nämlich dann, wenn es bereits zu spät ist. Dann fehlt euch z.B. Geld, das der Spion bei seiner Flucht mitgenommen hat.

Die Königliche Familie

Die Königliche Familie

Das Leben schwer macht euch aber nicht nur der Spion. Auch andere Faktoren müssen berücksichtigt werden. Eroberte Gebiete weisen meist noch eine gewisse Nostalgie für ihre vorherigen Herrscher auf und sind sich deshalb auch nicht zu Schade, gegen euch zu rebellieren. Nur mit Hilfe der Geistlichen, kann man dieser Bewegung begegnen. Ihr seht, es nutzt euch also nichts, wenn ihr nur Generäle mit Armeen aufstellt, ihr müsst euch dafür sorgen, dass euer Hofstaat ausgewogen aufgebaut ist, um allen möglichen Gefahren zu trotzen.

Doch auch Religion spielt eine wichtige Rolle in diesem mittelalterlichen Spiel. So kann der Papst zum Kreuzzug aufrufen und dabei einen eurer Generäle verpflichten, diesen anzuführen. Als Gegenpol gibt es dazu natürlich auch den heiligen Krieg, den Dschihad. Kontrolle darüber kann man nur erlangen, wenn man einen eigenen Geistlichen in eine gehobene Position bringt, so dass dieser zum Beispiel zum neuen Papst gewählt wird. Dadurch erlangt ihr die Kontrolle über Kreuzzüge oder könnt dafür sorgen, dass eure Feinde Exkommuniziert werden.

Belagerung

Belagerung

Schlacht um die Burg

Schlacht um die Burg

Gespielt wird Knights of Honor zumeist auf einer großen zweidimensionalen Karte von Europa, unterteilt in verschiedenste Gebiete, die entweder zu eurem Königreich oder zu einem der diversen anderen Königreiche zählen. Je nachdem, was man sehen möchte, gibt es diverse Ansichtsmöglichkeiten, so dass man niemals den Überblick verlieren sollte. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen kann man sich entscheiden, ob man die KI, diese Gefechte automatisch berechnen lassen soll, oder ob man in den Echtzeitstrategiemodus wechselt und selbst die eigenen Truppen kontrollieren möchte. Je nachdem, wie lang die Partie dauert, ist es meist angenehmer, die KI die Kämpfe ausfechten zu lassen und man kann sich selbst um wichtigere Dinge kümmern.

Kurzum, wer ein Spiel in einem Mittelalter-Setting sucht, gerne Strategiespiele spielt und auch gerne mal eine Partie bestreitet, die nicht nach ein oder zwei Stunden gewonnen wurde, der sollte sich Knights of Honor mal genauer ansehen. Grafisch ist es zwar niemals auf der Höhe der Zeit gewesen, das braucht es aber auch gar nicht. Auch so, macht es immer wieder Spaß, das eigene Königreich zu verwalten. Dabei ist das Spiel niemals so komplex, dass man nicht mehr durchblickt, sondern hier wurde ein gutes Mittelmaß gefunden. Letztlich hat man mit Knights of Honor ein Spiel in der Hand, welches auch über Tage, ja vielleicht sogar Wochen faszinieren kann.

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Tobias

Spielt vornehmlich Strategiespiele - egal ob Echtzeit- oder Aufbaustrategie. Macht jedoch auch vor Action- und Rollenspielen nicht halt.

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