Der Klassiker mit Wuselfaktor: Die Siedler II

Neben Anno ist die Siedler-Serie eines der erfolgreichsten deutschen Franchises auf dem Spielemarkt. Als 1996 der zweite Teil der Siedler mit Die Siedler II – Veni, Vidi, Vici erschien, war die Freude unter den Fans des Originals groß. Durch eine neue Grafikengine, war das Spiel auch auf höheren Auflösungen mit bis zu 1024 x 768 Bildpunkten spielbar. Am eigentlichen Grundprinzip hatte sich jedoch nicht viel geändert. Doch das brauchte es auch gar nicht.

Die Sieder II gehört auch nicht umsonst zu den zeitlosen Klassikern im Genre der Aufbaustrategie und Wirtschaftssimulationen. Die Logik hinter dem Spiel ist schnell erlernt und macht auch nach mehreren Tagen, Wochen und Monaten, ja sogar nach Jahren, immer noch Spass. Nicht viele Spiele können dies von sich behaupten.

Das Spiel weißt sowohl einen Kampagnen-Modus als auch einen Endlos-Modus auf. Während man in der Kampagne erst nach und nach alle Gebäude erhält, kann man im Endlosspiel direkt aus den vollen schöpfen und von simplen Gebäuden wie dem Holzfäller bis hin zu riesigen Festungen alles bauen. Natürlich vorausgesetzt, man hat entsprechendes Material zur Verfügung und einen passenden Bauplatz gefunden.

Die Siedler 2: Die Besiedlung beginnt

Jedes Spiel beginnt immer mit einem einzigen Gebäude, dem Hauptquartier. Von hier aus starten unsere Siedler ihren Eroberungsfeldzug. Muss zunächst erst versucht werden den Grundbedarf an Materialien wie Holz und Stein zu decken, wird später immer mehr daraus. Für Minen braucht es wiederum Nahrung, die wir aus verschiedensten Quellen beziehen. Wir errichten einen Fischer, bauen Weizen an um später Brot zu bekommen oder nutzen das Getreide um Schweine zu züchten, die zu Schinken weiterverarbeitet werden.

Aus den Minen beziehen wir Kohle, Eisen und Gold, welche für die militärische Expansion nötig sind, denn daraus werden neben den zivil genutzten Werkzeugen natürlich auch Waffen für unsere Soldaten hergestellt. Aus dem Gold schmelzen wir Münzen, die wiederum unsere Soldaten verbessern können.

Die Siedler 2: Das Reich wächst. Nicht nur auf dem Felde!

Beim Aufbau unserer Siedlung ist darauf zu achten, dass manche Gebäude mehr Platz benötigen als andere. Die Farm zum Beispiel braucht freie Flächen damit der Bauer um das Gebäude herum die Felder anlegen kann. Der Fischer muss am Wasser errichtet werden, wo sonst soll er denn seinen Fisch herbekommen? Auch beim Abholzen der Wälder sollte man daran denken, diese mit einem Förster auch wieder aufzuforsten, da ansonsten irgendwann keine Bäume mehr vorhanden sind.

Soll unser Reich expandieren, brauchen wir militärische Gebäude. Zu Anfang reichen uns simple Baracken, doch diese beherbergen nur wenige Soldaten und je näher wir unserem Feind kommen, desto angebrachter ist es, auch mal bessere Gebäude zu bauen. Denn hier gilt, je größer das Gebäude, desto mehr Soldaten können dort untergebracht werden. Jedes besetzte Gebäude erweitert unseren Bauradius und somit können wir unser Weltreich entweder durch eigene Gebäude ausbauen, oder wir gehen den Weg des Kriegers und erobern Stück für Stück die Gebiete unseres Feindes.

Doch durch Expansion alleine ist es nicht getan. Vernachlässigt man den Ausbau der Wege und bietet dem Warenfluss nicht mehrere Alternativrouten an, kommt es schnell man zu einem Warenstau. Ist dies erst einmal aufgetreten hilft auch meist das errichten einer zweiten Route nicht sofort. Deshalb am besten für wichtige Warenlieferungen immer mehrere Wege parat haben, nur so ist sichergestellt, dass auch immer jede Ware zu seinem Bestimmungsort gelangt. Spätestens bei größeren Gebieten ist dies unerlässlich. Doch auch dies ist schnell gemeistert, sobald man sich etwas mit dem Spiel beschäftigt hat.

Die Siedler 2: Gut gerüstet für die Zukunft

Am Ende eines Spiels steht dann der Sieg über die feindliche Partei. Oder es gibt gar kein Ende, wenn man im Endlosmodus keine Siegbedingung definiert hat. Dann kann man so lange weiter an seinem Wegenetz feilen, bis es für die eigenen Bedürfnisse optimal erscheint.

Wer noch das Original besitzt, kann dies auch auf neueren Systemen mit Hilfe von DOS-Box spielen. Alternativ kann man die überarbeitete Fassung – Die Siedler II: Die nächste Generation – erwerben. Hat man die Limitierte Edition mit Sammelfigur gekauft, hat man sogar die Möglichkeit eine für Windows XP optimierte Version des Originalspiels spielen zu können. Da die Originalversion nur einen Splitscreen-Multiplayer-Modus beinhaltet, muss man für ein Mehrspielerspiel im Netzwerk oder per Internet auf die überarbeitete Version – Die nächste Generation – zurückgreifen. Doch auf diese Version macht immer noch Spass, hat sich doch am Spielprinzip gar nichts verändert.

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Tobias

Spielt vornehmlich Strategiespiele - egal ob Echtzeit- oder Aufbaustrategie. Macht jedoch auch vor Action- und Rollenspielen nicht halt.

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