Minecraft: Welt aus Würfeln

Für viele ist eine extrem realistische Grafik derzeit das Non-Plus-Ultra. Bei vielen Triple-A Spielen wird deshalb auch versucht dem Spieler das visuell beste Ergebnis zu bieten. Doch das alleine macht ein Spiel nicht aus. Erst das Gameplay macht das Spiel interessant, dabei ist die Grafik dann nur noch nebensächlich.

Eines dieser Spiele, die einen sehr schnell in den Bann ziehen können ist Minecraft. Die Spielwelt ist simpel aufgebaut. Alles besteht aus Würfeln bzw. wird aus diesen zusammengesetzt. Die Grafik wirkt durch ihre geringe Texturauflösung sehr pixelig, doch gerade dies macht den Charme dieses Spieles aus. Nach wenigen Minuten hat man sich daran gewöhnt und irgendwie passt es einfach dazu.

Da es sich bei Minecraft um ein Spiel der Kategorie „Sandbox-Game“ handelt, kann man in der Spielwelt tun und lassen was man will. Es sind nur grundlegende spielmechanische Regeln definiert. Alles besteht aus Würfeln und stellt ein bestimmtes Material dar. Sei es Holz, Erde, Stein oder auch Wasser.

Fällt man Bäume, kann man aus diesem Holz Holzbretter herstellen. Diese sind z.B. für den ersten Hausbau geeignet. Verwendet man 4 Holzbretter bekommt man eine Werkbank. Diese bietet, anders als das Inventar eine Verarbeitungsfläche von 3×3 Feldern und nicht nur 2×2. Jetzt können wir uns mit der Werkbank erste Gegenstände fertigen.

Für die Arbeit in der Mine bietet sich eine Picke an. Diese wird auf der Werkbank aus 3 Holzbrettern und zwei Holzstäben hergestellt. Letztere wurden vorher aus zwei übereinander angeordneten Holzbrettern geschaffen. In unserem 3×3 Raster ordnen wir in der oberen Reihe jeweils ein Holzbrett ein und in den mittleren Feldern der anderen Reihen jeweils einen Holzstab. Schon haben wir eine Picke.

Auf diese Art werden alle Werkzeuge gefertigt. Durch diese geht die Arbeit viel schneller von der Hand, jedoch verschleißen die Werkzeuge nach einiger Zeit. Um Werkzeuge zu erschaffen, die über eine längere Zeitspanne durchhalten müssen wir für die Holzbretter andere Alternativen finden. Die nächst bessere Stufe wäre ein Werkzeug aus Stein. Zur weiteren Auswahl stehen noch Eisen, Gold und Diamant.

Wer das Spiel nicht auf dem Schwierigkeitsgrad Peaceful spielt, der wird sich zu Beginn des Spieles schnell eine erste Unterkunft errichten müssen. Denn sobald es dunkel wird, greifen Zombies und andere Kreaturen an. Gut für den, der sein Haus fertig hat und auch eine hölzerne Tür zum Verschließen des Eingangs nutzt.

Zur Verteidigung kann man sich auch ein Schwert konstruieren. Auch eine Rüstung schützt den Recken vor Schaden, den Zombies anrichten, wenn man sich im Dunkeln nach draußen wagt. Die erste Nacht sollte man aber vielleicht doch im Schutze der eigenen Unterkunft verbringen, solange man sich noch nicht verteidigen kann.

Wer die erste Nacht überlebt kann dann anfangen die Welt um einen herum zu gestalten. Vielleicht reicht das kleine Haus irgendwann nicht mehr. Man wagt sich an andere Projekte wie z.B. eine Burg. Hierfür eignet sich Stein ganz ausgezeichnet und da dieser in den Minen zu Hauf anfällt ist auch schnell ein ordentliches Bauwerk entstanden.

Nach und nach verwandelt man so das Aussehen der eigenen Spielwelt, die augenscheinlich nur nach oben und unten limitiert ist. Berge verschwinden, riesige Höhlen entstehen im Untergrund, dem man wichtige Rohstoffe entrissen hat und die Spielwelt entwickelt sich zu dem, was der Spieler daraus macht.

Das Spiel Minecraft liegt derzeit in einer Alpha-Version vor. Ist also noch weit davon entfernt fertig zu sein. Spielbar ist es jedoch allemal. Wer nur mal das Baukastenprinzip ausprobieren möchte, schaut sich auf der Internetseite von Minecraft den Classic-Modus an. Dieser ist kostenlos, direkt im Browser, spielbar. Jedoch wird dieser Modus nicht mehr weiterentwickelt. Hier erhält man unendlich viele Würfel aller Materialarten und kann bauen und abreißen wie man will.

Wer sich eher für den im Artikel beschriebenen Survival-Modus interessiert, der muss sich das Spiel kaufen. Die knapp 10 Euro sind jedoch gut investiert, denn das Spiel fesselt schon in den ersten Minuten. Sind die ersten Gebäude erst fertig, will man immer mehr. Vielleicht ein riesiger Turm mit Glaskuppel oder ein Schloss. Auch ist die Spielwelt um einige Größenordnungen weitreichender, als im Classic-Modus. Für die 10 Euro erhält man das Spiel und alle zukünftigen Updates. Wurde das Spiel mit dem letzten Updates um so genannte Biomes erweitert, die die Spielwelt abwechslungsreicher gestalten ist für die Zukunft noch mehr geplant. So soll es ganze Zombiedörfer geben.

Erreicht das Spiel den Beta-Status, was in etwa dann passieren wird, sobald der Multiplayer-Modus den gesamten Survival-Modus implementiert hat, steigt der Preis des Spieles um 5 Euro auf dann 15 Euro an. Weitere Preissteigerungen sind deshalb auch für die finale Version zu erwarten. Doch wann diese Stufe erreicht wird, kann es noch dauern.

Das Spiel und seine beiden Varianten sind unter der Internetseite von Minecraft minecraft.net zu erreichen. Zum Spielen wird eine aktuelle Java Version vorausgesetzt. Diese kann über java.com bezogen werden.

Minecraft Dieser Artikel ist Teil der Minecraft Spieletipps-Sammlung. Dort findest du noch mehr Wissenswertes zum Thema.

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Tobias

Spielt vornehmlich Strategiespiele - egal ob Echtzeit- oder Aufbaustrategie. Macht jedoch auch vor Action- und Rollenspielen nicht halt.

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